Die Begutachtung erfolgte nur nach äußerem Anschein; verdeckte Schäden sind wahrscheinlich nicht auszuschließen.
1 / 2Objektbeschreibung
Das Objekt besteht aus einem nicht unterkellerten Wohnhaus mit Erdgeschoss, Obergeschoss und nicht ausgebautem Dachgeschoss. Das Baujahr ist nicht bekannt und wird auf vor 1945 geschätzt. Die Außenbesichtigung beschreibt einen einfachen, überwiegend unsanierten Zustand und einen langjährigen Leerstand.
Ausführliche Beschreibung
Auf dem Grundstück stehen zusätzlich ein baufälliger Schuppen und ein angebauter Hundezwinger, die als Abrissobjekte bezeichnet werden. Außenanlagen sind verwildert, das Grundstück ist nicht eingezäunt und Müll beziehungsweise wertlose Gegenstände wurden genannt. Eine Innenbesichtigung ist nicht belegt. Die aktuelle Versteigerung findet am 03.11.2026 als Wiederversteigerung gemäß § 133 ZVG statt. Der offizielle Verkehrswert von 15.000 EUR ist ausschließlich eine Auktionsangabe und kein belastbarer Markt- oder Gebotsanker.
Gebäude und Aufteilung
Ca. 97 m² geschätzte Wohnfläche, ca. 213 m² Brutto-Grundfläche, kein Keller, nicht ausgebautes Dachgeschoss. Raumaufteilung und tatsächliche Nutzbarkeit sind wegen fehlender Innenbesichtigung UNKNOWN.
Zustand und Sanierung
Mindestens Räumung, Sicherung, Prüfung der Haustechnik, Reaktivierung der Ver- und Entsorgung sowie Arbeiten an Dach, Feuchte, Fenstern, Innenausbau und Heizung sind einzuplanen. Die Nebenanlagen benötigen voraussichtlich Abbruch und Entsorgung.
Nutzung und Belegung
Seit etwa 2017/2018 leerstehend. Eine sofortige Vermietbarkeit wird nicht angenommen. Nutzung nach Renovierung grundsätzlich als Einfamilienhaus möglich, vorbehaltlich technischer und rechtlicher Prüfung.
Grundstück und Zugang
260 m² Grundstück in der Gemarkung Kiebitz, Flurstück 34. Verkehrsanbindung, Strom und Wasser werden als anliegend beschrieben. Abwasser über vollbiologische Kläranlage; wegen Leerstand stillgelegt. Kleine Jahna an der südöstlichen Grenze.
Lage und Umfeld
Dörfliche Mischstruktur mit Einfamilienhäusern und Hofstellen. Busanbindung und Kindertagesstätte werden genannt; weitere Infrastruktur insbesondere in Ostrau. B 169 und A-14-Anschlussstellen sind regional erreichbar.
Besonderheiten
Wiederversteigerung, kleiner Bauplatz, Abrissnebenanlagen, Bachlauf an der Grundstücksgrenze, langjähriger Leerstand und Konflikt zwischen einem älteren Exposé und der aktuellen Terminsbestimmung.
Auktion und rechtliche Hinweise
Aktueller Termin: Dienstag, 03.11.2026, 10:00 Uhr, Amtsgericht Chemnitz, Sitzungssaal 3.007. Die 10-%-Sicherheitsleistung ist eine normale Teilnahmebedingung. Vor Gebotsabgabe müssen geringstes Gebot, bestehenbleibende Rechte und die Identität der aktuellen Grundstücksdaten geklärt werden.
ZVG-DE · ANALYSIS
Investmentanalyse
Als renditeorientiertes Investment nicht empfehlenswert. Nur bei sehr niedrigem Gebot, gesicherter Innenbesichtigung, geklärtem Grundbuch und eigener Baukapazität vertretbar. Disziplinierter Gebotsdeckel: etwa 8.000 EUR, absolute Obergrenze etwa 12.000 EUR.
Unabhängige Markteinschätzung
Lokale Vergleichsangebote liegen deutlich höher, betreffen aber überwiegend größere, nutzbare oder besser ausgestattete Häuser. Das Objekt ist wegen Zustand und Unsicherheit als Distressed-Renovierungsprojekt zu bewerten.
Bewertungsmethode
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Marktvergleich
Renovierung
Minimal 45.000-90.000 EUR, Standard 95.000-190.000 EUR, vollständig 155.000-300.000 EUR; Worst Case 260.000-450.000 EUR. Diese Bandbreiten ersetzen keine Bauzustandsprüfung.
Kostenblöcke
Gebotsstrategie
Baurisiken
Strom, Wasser und Abwasser sind zwar anliegend beziehungsweise vorhanden, wurden aber wegen des Leerstands stillgelegt.
Schuppen und Hundezwinger werden als baufällig und als Abrissobjekte beschrieben.
Die Kleine Jahna verläuft unmittelbar an der südöstlichen Grenze; eine formale Überschwemmungsgebietsausweisung wurde zwar verneint, technische Risiken bleiben.
Im Gebäude und auf dem Grundstück befinden sich laut Unterlagen Müllablagerungen und wertlose Gegenstände.
Rechtliche Risiken
Ein Dokument nennt 15 K 212/23 und Blatt 259, die aktuelle Terminsbestimmung jedoch 23 K 138/25 und Blatt 358.
Rechte und Rangverhältnisse können das geringste Gebot und die wirtschaftliche Belastung beeinflussen.
Das aktuelle Verfahren ist als Wiederversteigerung bezeichnet; die frühere Verfahrensgeschichte ist nicht vollständig dokumentiert.
Anliegende Leitungen und eine biologische Kläranlage sind genannt, aber Rechte, Genehmigungen und Wartungspflichten sind nicht belegt.
Hauptrisiken sind der unbekannte Innen- und Tragwerkszustand, stillgelegte Haustechnik, Abrissobjekte, mögliche Schadstoffe, Bachlauf und der Konflikt zwischen verschiedenen Aktenzeichen und Grundbuchblättern.
Stärken
- Sehr niedriger absoluter Einstiegspreis.
- Freistehendes Wohnhaus in ländlicher Ortslage mit regionaler Straßenanbindung.
- Strom und Wasser werden als anliegend beschrieben.
- Nach vollständiger Sanierung grundsätzlich Eigennutzung oder einfache Vermietung denkbar.
- Kleine Grundstücksgröße kann Pflegeaufwand nach einer Neuordnung begrenzen.
Schwächen
- Überwiegend unsaniert und seit etwa 2017/2018 leerstehend.
- Keine dokumentierte Innenbesichtigung; erhebliche verdeckte Bau- und Technikrisiken.
- Baufälliger Schuppen und Hundezwinger als Abrissobjekte.
- Verwilderte Außenanlagen, fehlende Einfriedung und Müllablagerungen.
- Abwasseranlage wegen Leerstands stillgelegt.
- Dokumentenkonflikt zwischen 15 K 212/23 / Blatt 259 und aktuellem 23 K 138/25 / Blatt 358.
- Niedrige lokale Mieten und dünne Nachfrage begrenzen die Rendite.
Vor dem Gebot prüfen
- Aktuelle Grundbuchdaten, Blatt 358, Flurstück 34 und Eigentumsidentität.
- Geringstes Gebot und bestehenbleibende Rechte.
- Vollständige Vorgeschichte der Wiederversteigerung.
- Innenbesichtigung und unabhängige Bauzustandsprüfung.
- Dach, Feuchte, Tragwerk, Elektrik, Heizung, Wasser und Abwasseranlage.
- Abbruch- und Entsorgungskosten einschließlich möglicher Schadstoffe.
- Zufahrt, Dienstbarkeiten, Leitungsrechte und Genehmigung der Kleinkläranlage.
- Hochwasser-, Ufer- und Entwässerungssituation an der Kleinen Jahna.