Das Grundstück ist laut Exposé nicht mit öffentlichen Medien erschlossen.
1 / 3Objektbeschreibung
Das Angebot betrifft das Flurstück 72/12, Gemarkung Königshain, Grundbuch Blatt 461, mit einer Gesamtfläche von 1.069 m². Gegenstand der Versteigerung ist nur ein 1/2-Miteigentumsanteil. Eine räumlich abgegrenzte Grundstückshälfte wird nicht übertragen.
Ausführliche Beschreibung
Die Primärevidenz beschreibt eine unregelmäßige Grundstücksform, Gartenlandnutzung, fehlende öffentliche Medienerschließung und eine baurechtliche Einordnung im Außenbereich nach § 35 BauGB. Ein Bebauungsplan und ein Flächennutzungsplan sind nicht vorhanden. Zusätzlich überbauen eine Garage und ein Anbau des Nachbargrundstücks Flurstück 72/4 das Grundstück teilweise. Ein Wegerecht als Herrschvermerk beziehungsweise eine Zuwegung wird genannt, ist aber in seinem vollständigen Inhalt nicht geprüft.
Gebäude und Aufteilung
Kein eigenständiges Gebäude auf dem Bewertungsobjekt festgestellt. Die offizielle Beschreibung nennt jedoch einen Überbau durch Garage und Wohnhausanbau des Nachbargrundstücks.
Zustand und Sanierung
Eine Innenzustandsbewertung ist nicht möglich, da kein Wohngebäude zum Bewertungsobjekt gehört. Denkbar sind lediglich Pflege-, Einfriedungs-, Zugangs- und rechtlich-technische Maßnahmen. Die Kosten des Überbaus und einer möglichen Bereinigung sind unbekannt.
Nutzung und Belegung
Derzeitige Nutzung als Gartenland. Keine Wohnfläche, keine dokumentierte Vermietung und keine gesicherte gewerbliche Nutzung.
Grundstück und Zugang
1.069 m², unregelmäßige Form. Laut Exposé nicht mit öffentlichen Medien erschlossen. Zuwegung und Wegerecht als Herrschvermerk müssen im Grundbuch und vor Ort geprüft werden.
Lage und Umfeld
Dörfliche Wohnlage östlich der Ortslage Königshain. Ruhiges, offenes Umfeld mit eingeschossiger Bebauung. Die Gemeinde liegt laut Exposé etwa 10 km westlich von Mittweida und 25 km nördlich von Chemnitz.
Besonderheiten
Ideeller 1/2-Miteigentumsanteil,Gartenland im Außenbereich,Teilweiser Überbau durch Nachbargrundstück,Wegerecht/Herrschvermerk,Keine öffentliche Medienerschließung
Auktion und rechtliche Hinweise
Der amtliche Verkehrswert beträgt 4.000 EUR für den 1/2-Miteigentumsanteil. Dieser Wert wurde nicht als Markt- oder Gebotsanker verwendet. Der Versteigerungstermin ist verbindlich für den 9. November 2026 um 11:00 Uhr beim Amtsgericht Chemnitz. Die Sicherheitsleistung von 10 Prozent des festgesetzten Verkehrswerts ist eine Versteigerungsbedingung und kein Investitionsrisiko.
ZVG-DE · ANALYSIS
Investmentanalyse
Nur bei sehr niedrigem Gebot und nach vollständiger Prüfung von Miteigentümer, Wegerecht, Überbau, Grundbuch und Baurecht vertretbar. Als passives Investment oder Bauprojekt nicht empfehlenswert.
Unabhängige Markteinschätzung
Die verfügbare unabhängige Evidenz ist dünn. Regionale Gartenlandreferenzen liegen deutlich unter Preisen für erschlossenes Bauland. Lokale Angebotswerte für Gartenland bis 15 EUR/m² betreffen bessere Grundstücke mit Bau- oder Erholungsperspektive und sind nicht direkt übertragbar. Der ideelle Anteil erfordert einen starken Marktgängigkeitsabschlag.
Bewertungsmethode
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Marktvergleich
Renovierung
Keine klassische Gebäudesanierung. Realistisch sind Pflege, Einfriedung, Zugangsarbeiten und die rechtliche beziehungsweise technische Klärung des Überbaus. Ein Wertzuwachs durch Bebauung darf nicht unterstellt werden.
Kostenblöcke
Gebotsstrategie
Baurisiken
Das Flurstück liegt im Außenbereich nach § 35 BauGB ohne B-Plan und ohne FNP.
Garage und Hausanbau des Nachbargrundstücks überbauen das Flurstück teilweise.
Die Grundstücksform ist unregelmäßig; Umfang und Ausübung des Wegerechts sind nicht vollständig belegt.
Rechtliche Risiken
Erworben wird keine abgegrenzte Grundstückshälfte, sondern ein ideeller Anteil.
Das Wegerecht kann wertsteigernd oder einschränkend wirken; sein genauer Inhalt ist unbekannt.
Das Exposé verweist auf ein weiteres Verfahren und einen Überbau des Nachbargrundstücks.
Die vollständige Rang- und Belastungslage liegt nicht in der Evidenz vor.
Hauptrisiken sind die fehlende alleinige Nutzungsmacht, die unklare Überbau- und Nachbarrechtslage, die fehlende Erschließung und die fehlende belastbare Bauperspektive.
Stärken
- Ruhige dörfliche Lage mit Garten- und Freiraumnutzung.
- Grundstücksgröße von 1.069 m² und gepflegter äußerer Eindruck auf dem offiziellen Foto.
- Wegerecht/Herrschvermerk kann die Erreichbarkeit unterstützen, muss aber geprüft werden.
- Niedrige absolute Einstiegssumme bei sehr diszipliniertem Gebot.
Schwächen
- Nur ideeller 1/2-Miteigentumsanteil ohne alleinige Verfügung über eine abgegrenzte Fläche.
- Keine öffentliche Medienerschließung.
- Außenbereich nach § 35 BauGB; keine belastbare Wohnbauperspektive.
- Teilweiser Überbau durch Garage und Anbau des Nachbargrundstücks.
- Keine Mieteinnahmen und keine belastbare Renditeperspektive.
- Grundbuch-, Rang-, Wegerechts- und Nachbarrechtslage nicht vollständig geprüft.
Vor dem Gebot prüfen
- Vollständiger aktueller Grundbuchauszug einschließlich Abteilung II und III.
- Inhalt, Verlauf und Durchsetzbarkeit des Wegerechts/Herrschvermerks.
- Miteigentümer, Nutzungsvereinbarungen und Bereitschaft zur gemeinsamen Regelung.
- Exakte Grenz- und Überbausituation einschließlich Verfahren 27 K 275/24.
- Schriftliche baurechtliche Auskunft zur geplanten Nutzung.
- Zufahrt, Medien, Entwässerung und mögliche Altlasten.
- Aktuelle Versteigerungsbedingungen und etwaige bestehenbleibende Rechte.