Im Keller, Eingangsbereich und Innenräumen sind Feuchte- beziehungsweise Schadensspuren erkennbar. Das Ausmaß hinter Oberflächen ist unbekannt.
1 / 1Objektbeschreibung
Das Objekt befindet sich in einer Wohnsiedlung an der Straße Siedlung in Oberwiesenthal. Das Haus wurde seit der Errichtung nicht wesentlich modernisiert; die letzte dokumentierte Modernisierung erfolgte etwa 1970. Nach rund zwei Jahren Leerstand wurden Pflege und Reparaturen eingestellt. Die Immobilie wird im Zwangsversteigerungsverfahren zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft angeboten.
Ausführliche Beschreibung
Das Grundstück umfasst 414 m² und ist im Grundbuch des Amtsgerichts Marienberg von Oberwiesenthal, Blatt 362, Flurstück 53/4, eingetragen. Das Wohnhaus wurde innerhalb einer baugleichen Doppelhaussiedlung errichtet und ist noch nahe am ursprünglichen Zustand. Die vorhandenen Fotos zeigen stark veraltete Innenräume, ein lediglich mit WC ausgestattetes Erdgeschoss, ältere Fenster, Feuchte- und Abnutzungsspuren sowie einen sanierungsbedürftigen Keller- und Anbaubereich. Der offizielle Verkehrswert beträgt 32.500 EUR; dieser Wert ist eine Versteigerungsangabe und kein unabhängiger Gebots- oder Marktanker.
Gebäude und Aufteilung
Erdgeschoss, Obergeschoss, Dachgeschoss und Keller sind anhand der Gutachtenfotos erkennbar. Eine verlässliche Wohnflächen- oder Grundrissberechnung liegt nicht vor. Angegeben ist eine gerundete Nutzfläche von etwa 80 m². Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Küche, Wohnraum, Flur und WC; weitere Räume liegen im Ober- und Dachgeschoss.
Zustand und Sanierung
Das Gebäude ist im Ist-Zustand nicht bewohnbar. Erforderlich sind mindestens Bad- und Sanitärinstallation, Prüfung beziehungsweise Erneuerung der Elektroanlage, eine belastbare Heizlösung, Feuchte- und Kellerarbeiten, Innenausbau sowie voraussichtlich umfangreiche Arbeiten an Dach, Fenstern, Fassade und Anbauten. Die realistische Standardrenovierung wird mit etwa 115.000 bis 170.000 EUR vor Finanzierungskosten eingeschätzt.
Nutzung und Belegung
Das Haus steht leer und ist nicht sofort nutzbar. Eine langfristige Vermietung ist erst nach Herstellung eines zeitgemäßen, genehmigungsfähigen Wohnstandards möglich. Ferienvermietung wurde nicht nachgewiesen und wäre gesondert planungs- und wirtschaftlich zu prüfen.
Grundstück und Zugang
414 m² Grundstück in Südhanglage mit etwa fünf Metern Höhendifferenz im Umfeld. Die Straße Siedlung ist öffentlich gewidmet, ungefähr drei Meter breit und ohne Gehwege. Öffentliche Parkmöglichkeiten fehlen; auf dem Grundstück besteht derzeit kein Stellplatz. Die Schaffung eines Stellplatzes wird im Gutachten grundsätzlich als möglich bezeichnet.
Lage und Umfeld
Mittlere Wohnlage mit unmittelbarer Nähe zur B 95. Südlich liegt ein begrünter Grenzbereich mit unverbaubarem Ausblick. Die nähere Umgebung besteht aus Ein- und Mehrfamilienhäusern, Doppelhaushälften, Garagen, kleineren Gewerbeobjekten und oberhalb gelegenen Plattenbauten. Das Ortszentrum ist laut Gutachten fußläufig erreichbar.
Besonderheiten
Unverbauter Südblick, touristisch geprägter Kurort, historische Doppelhaussiedlung, Flurstück 53/4 mit 414 m², Anschlüsse an Wasser, Strom und kommunale Abwasserentsorgung. Gasanschluss ist möglich, aber derzeit nicht vorhanden.
Auktion und rechtliche Hinweise
Versteigerung am Dienstag, 17. November 2026, um 10:00 Uhr beim Amtsgericht Chemnitz, Gerichtsstraße 2, Sitzungssaal 3.007. Sicherheitsleistung von 10 Prozent des festgesetzten Verkehrswerts kann verlangt werden. Das geringste Gebot und möglicherweise bestehenbleibende Rechte sind vor der Teilnahme beim Gericht zu klären.
ZVG-DE · ANALYSIS
Investmentanalyse
Für eine normale Renditeinvestition nicht empfehlenswert. Interessant nur für Eigennutzer oder erfahrene Projektentwickler mit sehr niedrigem Gebot, eigener Baukompetenz und ausreichender Risikoreserve.
Unabhängige Markteinschätzung
Lokale Angebotsdaten zeigen eine breite Spanne. Sanierungsobjekte in Oberwiesenthal werden deutlich höher angeboten, sind jedoch größer oder zentraler; renovierte und touristische Häuser liegen nochmals deutlich höher. Wegen der fehlenden Bewohnbarkeit wird der aktuelle Marktwert deutlich unter fertigen Vergleichsobjekten angesetzt.
Bewertungsmethode
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Marktvergleich
Renovierung
Minimal etwa 75.000 bis 110.000 EUR, standardmäßig etwa 115.000 bis 170.000 EUR, vollständig etwa 180.000 bis 270.000 EUR. Ein Worst-Case-Szenario mit verdeckten Struktur- und Feuchteschäden kann 280.000 EUR überschreiten.
Kostenblöcke
Gebotsstrategie
Baurisiken
Das Gebäude ist etwa neun Jahrzehnte alt. Dach, Fassade und verdeckte Holzbauteile können umfangreiche Schäden aufweisen.
Laut Gutachten gibt es kein Bad, sondern nur ein WC. Die sichtbaren Elektroanlagen wirken alt; eine zeitgemäße technische Ausstattung ist nicht nachgewiesen.
Ein Energieausweis liegt nicht vor. Ein Gasanschluss ist möglich, aber nicht vorhanden; die bestehende Heizung ist nicht ausreichend dokumentiert.
Die Zufahrt ist schmal, öffentliche Stellplätze fehlen und auf dem Grundstück gibt es derzeit keinen Stellplatz.
Rechtliche Risiken
Die öffentliche Bekanntmachung enthält keine vollständige aktuelle Berechnung des geringsten Gebots und keine abschließende Darstellung aller bestehenbleibenden Rechte.
Laut Gutachten waren weder im Kreisarchiv noch im Stadtarchiv Bauakten vorhanden. Die Genehmigungslage historischer Änderungen und Anbauten ist daher offen.
Das Gutachten nennt Innenbereich nach §34 BauGB und Wohnbaufläche im FNP. Die konkrete Genehmigungsfähigkeit von Stellplatz, Umbau und Feriennutzung ist dennoch offen.
Das Gutachten berichtet keine Einträge, dies ersetzt aber keine aktuelle Register- und Behördenprüfung.
Hauptrisiken sind Feuchte, Dach- und Holzbauteile, fehlendes Bad, alte Installationen, unklare Heizung, fehlende Bauakten, unbekanntes geringstes Gebot, fehlende Stellplätze und Verkehrslärm der B 95.
Stärken
- Ruhige Sackgassenlage innerhalb einer gewachsenen Wohnsiedlung.
- Unverbauter Südblick in den begrünten Grenzbereich.
- Ortszentrum laut Gutachten in etwa zehn Minuten fußläufig erreichbar.
- 414 m² Grundstück mit grundsätzlich möglicher Schaffung von Stellplätzen.
- Trinkwasser-, Strom- und kommunaler Abwasseranschluss vorhanden.
- Kein Denkmalschutz-, Baulasten- oder Altlasteneintrag laut Gutachten.
Schwächen
- Im Ist-Zustand laut Sachverständiger nicht bewohnbar.
- Kein Bad, nur WC.
- Leerstand seit etwa zwei Jahren; Pflege und Reparaturen wurden eingestellt.
- Sehr alte Modernisierungshistorie, letzte Modernisierungen etwa 1970.
- Feuchte- und Schadensspuren in Keller, Eingang und Innenräumen.
- Keine vorhandenen Stellplätze und keine Parkmöglichkeit im öffentlichen Straßenraum.
- Unmittelbare Lage an der viel befahrenen B 95.
- Kein Energieausweis und keine vollständigen Bauakten verfügbar.
Vor dem Gebot prüfen
- Aktuellen Grundbuchauszug, geringstes Gebot und bestehenbleibende Rechte einsehen.
- Bausachverständige Feuchte-, Dach-, Holz-, Fundament- und Installationsprüfung durchführen.
- Heizung, Warmwasser, Elektroanlage und Zählerstatus klären.
- Genehmigungsfähigkeit von Bad, Stellplatz, Anbau, Umbau und eventueller Feriennutzung prüfen.
- Aktuelle Auskünfte zu Baulasten, Altlasten, öffentlichen Beiträgen und Denkmalschutz einholen.
- Realistische Sanierungsangebote von regionalen Fachunternehmen einholen.