1 / 6Objektbeschreibung
Leerstehende, teilweise baufällige 3-Seit-Hofstelle auf 5.130 m² mit ca. 265 m² möglicher Wohnfläche, Nebengebäuden, Baulücke und Garten-/Grünfläche.
Lage
Oberförstchen liegt im östlichen Gemeindegebiet von Göda. Das Gemeindezentrum ist laut Exposé etwa 3,3 km entfernt; eine Bushaltestelle soll fußläufig erreichbar sein.
Investmentanalyse
Nur für erfahrene Projektentwickler oder Eigennutzer mit hoher technischer und finanzieller Risikotoleranz. Vor Gebot sind vollständige Akteneinsicht, technische Prüfung, Baurechtsklärung und belastbare Kostenangebote erforderlich.
Unabhängige Markteinschätzung
Der unabhängige Marktvergleich ist wegen geringer Angebotsdichte unsicher. Vergleichbare sanierungsbedürftige Häuser im Gemeindegebiet werden teilweise um 345 bis 455 EUR/m² angeboten; gepflegte oder neue Objekte liegen deutlich höher.
Marktvergleich · Verkauf
| Tier | Objekt | Fläche | Angebot | €/m² | Baujahr | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | Göda, 02633 | 110 m² | 50.000 € | 455 €/m² | — | Link |
| B | Semmichau, Göda, 02633 | 166 m² | 199.000 € | 1.199 €/m² | — | Link |
| A | Prischwitz, Göda, 02633 | 232 m² | 80.000 € | 345 €/m² | 1824 | Link |
| C | Kleinförstchen/Storcha, Göda, 02633 | 172,1 m² | 289.469 € | 1.682 €/m² | 2026 | Link |
Mietorientierung
Renovierung
Realistisch ist ein hoher bis sehr hoher Sanierungsaufwand. Grobe Kostenindikation für eine vollständige Projektumsetzung: etwa 600.000 bis 950.000 EUR, zuzüglich möglicher Überraschungen.
Gebotsstrategie
Baurisiken
Teilweise eingestürzte Dachkonstruktion und eindringende Feuchtigkeit sind dokumentiert.
Tragwerks- und Dachgutachten vor Gebot einholen.Ein möglicher Befall wird aus dem Schadensbild abgeleitet, ist aber nicht abschließend untersucht.
Holzschutz- und Schadstoffgutachten mit Bauteilöffnungen beauftragen.Mehrere Gebäudeteile sollen ersatzlos abgebrochen werden; das Abbruchvolumen ist erheblich.
Abriss- und Entsorgungskosten durch Fachunternehmen kalkulieren lassen.Stall und Scheune sind nur nach umfangreichen Arbeiten weiter nutzbar.
Bauteilprüfung und Sanierungskonzept für beide Nebengebäude erstellen.Für die Baulücke fehlen nach den Unterlagen noch wesentliche Anschlüsse und Abwasserlösung.
Erschließungs- und Genehmigungskosten verbindlich prüfen.Ein Nachbarhinweis wurde nicht bestätigt, aber auch nicht technisch abschließend untersucht.
Bodenuntersuchung und Altlastenprüfung für Teilbereich B veranlassen.Rechtliche Risiken
Ein Gebäudeteil der Scheune ragt etwa 20 m² auf Flurstück 107/1.
Grenzverlauf, Eigentum und rechtliche Behandlung mit Katasteramt und Notar prüfen.Die Erschließung ist laut Gemeinde öffentlich-rechtlich gesichert, verläuft aber über Privatgrundstücke.
Widmungsunterlagen und tatsächliche Wegerechte prüfen.Die grundsätzliche Bebaubarkeit ist gutachterlich angenommen, aber nicht durch eine konkrete Genehmigung abgesichert.
Bauvorbescheid oder schriftliche Bauamtsauskunft einholen.Innenräume und verschlossene Nebengebäude konnten nicht vollständig untersucht werden.
Vollständiges Gutachten und Akten vor Gebot einsehen; Zugang organisieren.Vor dem Gebot verifizieren
- Vollständiges Verkehrswertgutachten und Grundbuchinhalt wurden nicht eingesehen.
- Keine vollständige Innenbesichtigung möglich.
- Keine belastbaren Mietangebote für vergleichbare Hofstellen gefunden.
- Tatsächliche Kosten für Abriss, Entsorgung, Schwammbeseitigung und Komplettsanierung sind ungeklärt.
- Baurechtliche Zulässigkeit einer konkreten Neubebauung in Teilbereich B ist zu bestätigen.
- Bodenbelastungen und frühere Ablagerungen wurden nicht technisch untersucht.
- Rechtliche und katastermäßige Behandlung des Überbaus ist zu verifizieren.