1 / 2Objektbeschreibung
Bewohntes Einfamilienhaus von ca. 1928 mit rund 133 m² Wohnfläche, 1.560 m² Grundstück und mehreren Nebengebäuden. Innenbesichtigung war nicht möglich.
Lage
Oßling OT Skaska ist ländlich geprägt. In der Nachbarschaft befinden sich mehrgeschossige Wohnhäuser, Wohnbebauung, landwirtschaftliche Nutzung und offene Landschaft. Erhöhte Einsehbarkeit und mögliche saisonale Geruchsbelastung wurden angegeben.
Investmentanalyse
Hohes Risiko. Ein Erwerb ist nur bei niedriger, risikoadjustierter Gebotsgrenze und nach Prüfung von Innenzustand, Abwasseranlage, Bewohnerstatus und Grundbuchrang vertretbar.
Unabhängige Markteinschätzung
Unabhängige Vergleichsangebote im Raum Oßling und Kamenz deuten auf einen as-is-Marktwert von etwa 120.000 bis 165.000 EUR hin; die Innenbesichtigungsunsicherheit rechtfertigt einen Abschlag.
Marktvergleich · Verkauf
| Tier | Objekt | Fläche | Angebot | €/m² | Baujahr | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | Oßling, Landkreis Bautzen | 152 m² | 125.000 € | 822,37 €/m² | 1988 | Link |
| A | Döbra, Oßling | 112 m² | 140.000 € | 1.250 €/m² | — | Link |
| B | Kamenz | 180 m² | 129.600 € | 720 €/m² | 1930 | Link |
| B | Bautzen-Stiebitz | 114 m² | 165.000 € | 1.447,37 €/m² | 1977 | Link |
| C | Oßling, Skaska | 133 m² | 170.000 € | 1.278,2 €/m² | 1928 | Link |
Marktvergleich · Miete
| Tier | Objekt | Fläche | Miete/Monat | €/m² | Baujahr | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| B | Saritsch, Neschwitz | 149,8 m² | 824 € | 5,5 €/m²/Monat | — | Link |
| C | Oßling | 150 m² | 2.000 € | 13,33 €/m²/Monat | — | Link |
| C | Oßling | — | — | 7,72 €/m²/Monat | — | Link |
Renovierung
Für eine Standardmaßnahme sollten grob 45.000 bis 100.000 EUR, bei umfassender Sanierung 95.000 bis 190.000 EUR eingeplant werden.
Gebotsstrategie
Baurisiken
Das Wohnhaus war nicht zugänglich; zentrale Bauteile und technische Anlagen konnten nicht geprüft werden.
Innenbesichtigung und technische Due-Diligence durchführen.Nebengebäude und Schuppen sind teilweise stark instandsetzungsbedürftig oder abbruchreif.
Standsicherheit und Rückbaukosten durch Fachbetrieb prüfen lassen.Der rückwärtige Grundstücksbereich ist teilweise verwildert und kann Pflege- und Entsorgungskosten verursachen.
Außenanlagen vor Ort aufnehmen und Kostenangebot einholen.Die Abwasserentsorgung erfolgt dezentral; Funktionsfähigkeit, Genehmigung und Kosten sind ungeklärt.
Anlagendokumentation, Genehmigungen und Wartungsnachweise prüfen.Rechtliche Risiken
Mehrere Rechte und Vermerke sind im Grundbuch genannt; ihre Behandlung im Zuschlag muss geprüft werden.
Grundbuchrang und bestehenbleibende Rechte beim Gericht prüfen.Die Immobilie ist bewohnt; ein Mietvertrag oder Eigennutzung wurde nicht nachgewiesen.
Besitz- und Mietverhältnisse sowie mögliche Räumungsrisiken prüfen.Das Grundstück steht nicht unter Denkmalschutz, liegt aber in einem archäologisch relevanten Bereich.
Behördliche Anforderungen für Erd- und Bauarbeiten klären.Das Exposé nennt keine Eintragungen, ersetzt aber keine aktuellen Behördenauskünfte.
Aktuelle Registerauszüge einholen.Vor dem Gebot verifizieren
- Innenzustand und Haustechnik nicht besichtigt.
- Eigentümer- oder Mieternutzung nicht nachgewiesen.
- Genaue Raumanzahl und Nutzflächen fehlen.
- Zustand und Genehmigung der dezentralen Abwasseranlage ungeklärt.
- Aktueller Grundbuchrang und Fortbestand der Rechte müssen beim Gericht geprüft werden.
- Konkrete Bestandsmietangebote im unmittelbaren Umfeld sind unzureichend.
- Der offizielle Verkehrswert wurde ausschließlich als Auktionsfakt verwendet und nicht als Markt- oder Gebotsanker.