1 / 1Objektbeschreibung
Leerstehendes Einfamilienhaus aus der Zeit vor 1900 mit ca. 142 m² Wohn-/Nutzfläche auf 437 m² Grundstück, ehemaliger Scheune und Stall.
Lage
Ländliche Ortslage von Mockrehna mit Grundversorgung und S-Bahn-Anschluss; zeitweise mögliche Geruchsimmissionen eines Schlachtbetriebs wurden im Gutachten erwähnt.
Investmentanalyse
Nur für erfahrene Sanierer mit ausreichender Liquiditätsreserve und vorheriger Bau- und Genehmigungsprüfung. Gebot strikt begrenzen.
Unabhängige Markteinschätzung
Aktuelle Vergleichsangebote in Mockrehna liegen für deutlich bessere oder weniger problematische Häuser überwiegend über 145.000 EUR. Der as-is-Marktwert des Objekts wird indikativ bei etwa 90.000 EUR gesehen, mit niedriger Sicherheit.
Marktvergleich · Verkauf
| Tier | Objekt | Fläche | Angebot | €/m² | Baujahr | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| A | Mockrehna | 114 m² | 179.500 € | 1.575,44 €/m² | 1905 | Link |
| A | Mockrehna | 114 m² | 145.000 € | 1.271,93 €/m² | 1935 | Link |
| B | Mockrehna, Gartenweg 10 | 158 m² | 210.000 € | 1.329,11 €/m² | 1954 | Link |
| B | Mockrehna | 110 m² | 229.000 € | 2.081,82 €/m² | 1996 | Link |
Mietorientierung
Renovierung
Wahrscheinlicher Sanierungsrahmen ca. 105.000 bis 155.000 EUR; verdeckte Schäden und Rückbau können deutlich höhere Kosten verursachen.
Gebotsstrategie
Baurisiken
Eine geborstene Trinkwasserleitung verursachte sichtbare Nässeschäden in mehreren Bauteilen.
Schadensumfang durch Leckortung, Feuchtemessung und Fachplanung feststellen.Das Dach weist unübliche Abfangungen und eine mangelhafte Dämmkonstruktion auf.
Dachstuhl statisch und konstruktiv prüfen lassen.Sockelbereiche und Nebengebäude zeigen deutliche Feuchte- und Putzschäden.
Feuchteursache und Abdichtung durch Sachverständige untersuchen.Scheune und Stall haben nur eingeschränkten wirtschaftlichen Nutzen und erheblichen Instandhaltungsbedarf.
Erhaltungs- oder Rückbaukonzept erstellen lassen.Die Gebäudehülle entspricht trotz einzelner Modernisierungen nicht zeitgemäßen Standards.
Energetisches Sanierungskonzept erstellen.Rechtliche Risiken
Umbauten an der Nachbargrenze sind mindestens formell illegal; Rückbau kann nicht ausgeschlossen werden.
Baugenehmigung, Brandschutz und Rückbaupflicht verbindlich klären.Grenzen und Katasterfläche können sich ändern; ein vorläufiger Beitrag von 75 EUR ist genannt.
Verfahrensstand und endgültige Flurstücksbildung bei der Behörde bestätigen.Erdarbeiten können genehmigungspflichtig sein.
Vor Erdarbeiten Denkmalschutzbehörde beteiligen.Für mehrere Bauteile fehlen belastbare Genehmigungs- oder Katasterunterlagen.
Unterlagen und Legalität vor Gebot vollständig prüfen.Das geringste Gebot und eventuell bestehenbleibende Rechte werden erst im Termin verbindlich bekanntgegeben.
Grundbuchstand und geringstes Gebot im Termin prüfen.Vor dem Gebot verifizieren
- Der Parserwert 174.400 EUR widerspricht dem amtlichen Gesamtwert von 87.000 EUR aus Gutachten und Terminsbestimmung; der höhere Wert wurde nicht verwendet.
- Das Gutachten nennt mehrfach 485 K 146/25 statt 468 K 146/25; gerichtliche Terminsunterlagen bestätigen 468 K 146/25.
- Die tatsächliche Wohnfläche ist wegen abweichender Eigentümerangabe und nicht standardisierter Berechnung zu verifizieren.
- Die Genehmigungsfähigkeit der Grenzwandumbauten und ein möglicher Rückbau sind ungeklärt.
- Der aktuelle Zustand von Heizung, Leitungen, Tragwerk und verdeckten Bauteilen wurde nicht zerstörend geprüft.
- Konkrete Mietangebote für vergleichbare Einfamilienhäuser waren nicht ausreichend verfügbar; Mietwert bleibt unsicher.
- Gebotsnebenkosten, bestehenbleibende Rechte und das geringste Gebot sind im Termin verbindlich festzustellen.